Schlagzeilen, die „sofortige“ Gartenwunder versprechen, sind äußerst verlockend, doch jeder erfahrene Gärtner weiß, dass Tomaten Zeit brauchen. Tomaten sind tatsächlich sehr nährstoffbedürftige Pflanzen (sogenannte Frühpflanzen), und was Sie beim Pflanzen in den Boden geben, beeinflusst maßgeblich ihre gesamte Saison.
Wenn im Internet Tipps zu Dingen zu finden sind, die „immer in den Boden gegeben werden sollten“, stecken meist ein paar bewährte Tricks dahinter. Wir erklären Ihnen, was wirklich ins Pflanzloch gehört, was ein Mythos ist und was sogar riskant sein kann.
- Bittersalz (Magnesiumsulfat) – Ein echter Helfer
Dieser Tipp kursiert am häufigsten im Internet. Tomaten reagieren sehr empfindlich auf Magnesiummangel, den sie für die Photosynthese und ein kräftiges, grünes Blattwachstum benötigen.
Fakt: Ein Esslöffel Bittersalz (Epsomsalz) im Pflanzloch (mit etwas Erde bedeckt, um die Wurzeln vor Verbrennungen zu schützen) fördert das Pflanzenwachstum und beugt gelben Blättern vor.
Achtung: Dies funktioniert nur bei magnesiumarmem Boden. Zu viel Magnesium kann die Kalziumaufnahme hemmen.
- Eierschalen – Langsam anfangen
Tomaten benötigen dringend Kalzium. Ein Mangel führt zu der gefürchteten Blütentipp-Fäule.
Fakt: Eierschalen sind reich an Kalzium. Sie schaden den Tomaten nicht, wenn sie ins Pflanzloch gegeben werden.
Achtung: Eierschalen zersetzen sich im Boden extrem langsam (selbst über mehrere Jahre). Damit Tomaten dieses Jahr davon profitieren, sollten sie fein gemahlen (z. B. in einer Kaffeemühle) und idealerweise mit etwas Essig vermischt werden. Der Essig setzt das Kalzium chemisch für die Wurzeln frei.
- Bananenschalen – Eine Kaliumquelle, aber mit Risiko
Das Rezept wird auf der nächsten Seite fortgesetz